Samstag, 8. Februar 2014

TSI der Fonds

Mit den Aktien ist es schon so eine Sache. Steigen die Kurse auf neue Rekorde, trauen sich die Sparer nicht mehr zu kaufen. Schließlich müssen Aktien jetzt ja teuer sein, weil sie so stark gestiegen sind. Wer hoch fliegt, fällt bekanntlich auch tief. Fallen die Kurse wiederum, traut sich kaum jemand, ins fallende Messer zu greifen. Man könnte ja Geld verlieren. Hinzu kommt, dass Aktien als kompliziert gelten. Deshalb lassen gerade die Deutschen lieber die Finger von Dividendentiteln. Die Aktienquote in Deutschland liegt bei kümmerlichen fünf Prozent.


Einfach, bequem, erfolgreich Dabei kann die Aktienanlage ganz einfach sein – zum Beispiel mit der Erfolgsstrategie TSI von der aktionär. Das System basiert auf dem bereits in den 60er-Jahren von Robert Levy entwickelten Konzept der Relativen Stärke. Hiernach werden Aktien, die gerade an der Börse stark gefragt sind, gekauft. Underperformer, also Aktien, die schlechter laufen als der Markt, werden strikt gemieden. Im Fall des TSI-Musterdepots ist das Aktienuniversum der HDAX (mehr dazu ab Seite 18). Der HDAX umfasst die 110 wichtigsten deutschen Aktien. Neben den 30 DAX-Werten sind dies die 50 Werte aus dem MDAX und die 30 Werte aus dem TecDAX.

Gewinne auch in Verlustphasen der aktionär hat das bewährte Konzept der Relativen Stärke verfeinert und um die Börsenampel ergänzt. Für die Berechnung der TSI-Börsenampel wurden mehr als ein Dutzend internationale Indizes herangezogen, unter anderen DAX, MDAX, FTSE 100, Nikkei und S&P 500. Der deutsche und der USMarkt wurden doppelt gewichtet. Aus den Indizes wurde ein eigener Index berechnet.

Um festzustellen, wie das Aktienklima ist, wird auf den Index der Indikator Relative Stärke nach Levy angewendet und mit einem gleitenden Durchschnitt geglättet. Das Ergebnis dieser Berechnung liegt entweder über oder unter 1. Mit einem Blick auf die Börsenampel kann man die aktuelle Stimmung an der Börse erkennen. Steht die Ampel auf Grün, liegt der Relative-Stärke- Wert (TSI-Wert) über 1. Das heißt: Die weltweite Börsenverfassung ist gut. Es lohnt sich, in trendstarke Aktien zu investieren. Kippt die Stimmung an der Börse und fällt der Relative-Stärke- Wert unter 1, schaltet die Ampel auf Rot. Dann werden alle Aktien verkauft. In schlechten Börsenphasen verlieren in der Regel eben auch trendstarke Aktien. Und Verluste sollen beim TSI vermieden werden. Im TSI-Musterdepot wird in Rot-Phasen ein sogenannter Short-ETF auf den DAX gekauft. Dieser profitiert von fallenden DAX-Kursen. Auch hier ist die Funktionsweise ganz einfach. Fällt der DAX in der schlechten Marktverfassung um ein Prozent, steigt besagter ETF um ein
Prozent. Dank der Ergänzung um diese Short-Variante konnte das TSI-Portfolio im Backtest selbst in Crash-Phasen wie von 2000 bis Ende 2002 und 2008/2009 kräftig zulegen.

Bessert sich die Stimmung an den Aktienmärkten jedoch wieder so weit, dass die Börsenampel den Wert von 1 übersteigt und auf Grün springt, wird zunächst der Short- ETF auf den DAX verkauft. Anschließend werden schrittweise die trendstärksten Aktien aus dem HDAX gekauft. Welche Aktien zu den 30 trendstärksten Aktien gehören, erfahren Sie im aktionär. Wildes Hin und Her gibt es aber auch in Grün- Phasen nicht. Das Depot wird nur einmal pro Woche – und zwar am Freitag – kontrolliert. Abonnenten erhalten kostenlosen Zugang zum Online-Dienst der aktionär plus. Dieser informiert die Leser am Freitagmorgen, ob und welche Transaktionen anfallen, sodass die Transaktionen noch vor der Aufnahme ins TSI-Musterdepot (siehe Seite 18) durchgeführt werden können. Anleger müssen somit nur einmal die Woche kurz prüfen, ob es Transaktionen gibt und können diese eins zu eins nachbilden.

Keine Hektik Eile ist bei TSI übrigens nicht angebracht. Selbst wenn die Transaktionen einige Tage nach der Depotaufnahme durchgeführt werden, ändert sich die langfristige Gesamtrendite der Erfolgsstrategie kaum. Alles schön und gut, aber was ist mit der berechtigten Angst der Anleger vor Verlusten? Auch in diesem Punkt hat TSI im Backtest beachtliche Ergebnisse erzielt. Verluste waren stets auf kurze Anfangsphasen von Trendwenden begrenzt, wenn noch kein nachhaltiger Trendbruch stattgefunden hatte. Während solcher Momentum-Crashs sackte zwar auch das TSI-Depot zeitweise um über 20 Prozent ab. Im Vergleich zum DAX ist das allerdings wenig. Der deutsche Leitindex rutschte seit der Jahrtausendwende bereits zwei Mal um über 50 Prozent ab, in der Spitze sogar um über 70 Prozent. In den kurzen Verlustphasen von TSI heißt es: Durchhalten, die Emotionen ausschalten und keine Panikverkäufe tätigen. Besserung ist in der Regel schnell in Sicht. In 18 der vergangenen 20 Jahre stand am Ende eines Kalen- Aus 15.000 Euro wurden seit 1995 ... derjahres eine positive Rendite zu Buche – und das, obwohl die Welt und vor allem die Aktienmärkte in dieser Zeit regelmäßig von Wirtschafts- und Finanzkrisen heimgesucht wurden.

22 Prozent plus im Jahr Die durchschnittliche jährliche Rendite der TSI-Strategie seit dem Jahr 1995 liegt bei aufgerundet 22 Prozent. Aus einem Startkapital von 15.000 Euro wären somit bis heute 650.000 Euro geworden. Hätte man 15.000 Euro in den DAX investiert, wären daraus bis heute 66.700 Euro geworden.

Das entspricht einer jährlichen Rendite von rund acht Prozent – immerhin. Schlecht erging es denjenigen, die ihr Geld auf dem Sparbuch liegen ließen: Wegen der Mini- Zinsen der Zentralbanken bekommt man auf dem Sparbuch mittlerweile im Schnitt etwa 0,5 Prozent Zinsen pro Jahr. Angesichts einer erwarteten Inflation von rund zwei Prozent verlieren Sparer somit jedes Jahr real 1,5 Prozent. 15.000 Euro sind so nach zehn Jahren nur noch 12.925 Euro wert. Nach weiteren fünf Jahren sind real weitere 1.000 Euro verschwunden.



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